Endlosersommer

keine Religion aber Lebenseinstellung

Schon als wir in Mumbai ankamen haben wir beschlossen nach Norden zu reisen um Rishikesh zu besuchen. Ein Ort wo Yoga und Spiritualität großen Einfluss haben. Natürlich war das auch der Hintergrund des Besuches, denn Tugca wollte das Shiwananda Ashram besuchen, für das sie in Deutschland ja nun so lang gearbeitet hat. Leider konnten wir dort so kurzfristig nicht unter kommen. Eine zweimonatige Voranmeldung ist üblich, denn das Shiwananda Yoga ist eines der legendärsten.

Aber in Udaipur haben wir eine Empfehlung für ein Ashram bekommen, was sich weiter außerhalb von Rishikesh direkt am Ufer des Ganges befindet und sich auf Touristen spezialisiert hat.

Das Phool Chatti Ashram liegt mitten im grünen Fuß des Himalayas und bietet 7 tägige Crashkurse für sämtliche Yoga-Praktiken. Das Leben im Ashram ist sehr einfach und basiert auf Disziplin, Enthaltsamkeit und Integration, ähnlich wie Shaolin-Schulen in China.

Wir reisten von Agra mit dem „regular“ Bus an (0 Komfort) und erreichten Phool Chatti Ashram am Morgen des 2. Kurstages. Aber sofort in den Tagesablauf integriert, wurden wir in verschiedenste Praktiken eines Yogis eingeweiht. Hattayoga, Kria-, Pranayama- und Karmayoga, Meditative Spaziergänge, Mantra singen und und und. Von Früh um 6 bis Abends um 9, jedoch mit einer großen Pause Tags über. Tugca kannte als Yogalehrer dies alles schon war aber von der Natur und dem Leben im Ashram genauso begeistert wie ich.

In den 6 Tagen haben wir viel gesehen, neue Leute getroffen und auch etwas gelernt.

In den Analen dieses Blogs geht es grob darum sich auf die guten Dinge zu fokusieren und eine positive Einstellung zu bewahren. Diese Weisheit wurde auf ähnlicher Art auch in den Yogi-Schriften verkündet. Yoga ist zwar keine eigenständige Religion basiert aber auf einen Kodex oder einer Lebenseinstellung die einen gewissen 8 fachen Pfad zur Erleuchtung beinhaltet. Und einige dieser Weisheiten erheben sich kontrovers zu den unseren bekannten Tugenden.

Um hier eine in eigenen Worten aufzufassen, sollte man nicht für die Zukunft sparen, sondern für den Moment leben und nicht Benötigtes weiterreichen. (an Arme zum Beispiel).

Auch sagt eine weitere Richtlinie, man solle nicht an materiellen Dingen und engstirnigen Meinungen festhalten sondern offen sein für neue und andere Denkweisen. Warum also nicht auch mal gänzlich andere Denkweisen akzeptieren, wenn die Argumente passen.?

Im Endeffekt dreht sich alles um eine universelle Balance, in deren Sinne man nicht zu sehr abdriftet sondern einen gesunden Mittelweg findet. Viel Stoff für weitere Lebenseinstellungen in diesem Blog…

Natürlich hab ich auch ein paar Bilder hochgeladen (auf das Bild klicken), ein Video wird noch folgen.

Von Indien

1 Kommentar

  1. Dirk und Lilo

    ich liebe solche Lebensideen, aber ich habe ein echtes Problem damit (zumindestens in Deutschland) wer ist bedürftig oder ein Scharlatan.
    Wenn das mit dem positivsehen nur immer so einfach wäre, in der Realität rutscht man trotz guter Vorsätze doch immer sehr schnell ins Negative ab. Aber das scheint des normal Menschen Natur zu sein.
    Also Hut ab….

    Antworten

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