Endlosersommer

Wieder zurück in Deutschland.

118 Tage Indien und zurück.

Dank dem Aufenthalt in der Türkei konnten wir uns Stück für Stück wieder an die westliche Zivilisation gewöhnen. Trotzdem ist es ein aufregendes Erlebnis, die gewissen Unterschiede zu entdecken. Als würden einem die Augen noch einmal geöffnet werden.

Als wir von unserer Freundin Sabrina vom Flughafen abgeholt wurden und in dem Audi durch die Berliner Innenstadt fuhren, fiel uns mit Überraschen auf, wie still es doch ist. OK, das Auto ist gut gedämmt, möchte man jetzt denken, aber auch bei geöffnetem Fenster war es ungewohnt leise. Nach all der Zeit hat man sich an das ständige Hupen gewöhnt. Es gehörte einfach immer zur Straße. Auch das Rufen der Menschen sowie das Röhren und Klappern der Fahrzeuge war in Deutschland plötzlich verschwunden. (Dass die Straßen, im 1a Zustand sind und der Verkehr so geregelt funktionierte, waren weitere Entdeckungen.)

Jedoch sind nicht nur die Straßen charakteristisch für Deutschland. Als wir am Bahnsteig keine Karte ziehen konnten, weil wir nur Automaten frische 50er Noten hatten, kamen andere Klischees auf den Tisch. Der Kontrolleur lies nicht mit sich reden, fuhr uns an und sagte noch nicht einmal „Guten Tag“, tadelte uns mit 40€ Strafe und sagte auch nicht „Auf Wiedersehen“.
Deutsche Mentalität pur.

In solchen Momenten kommen schnell Erinnerungen ins Bewusstsein. Erinnerungen an eine wundervolle Reise.

Indien als Reiseziel hat unsere Erwartungen gesprengt. Wir haben viel Eindrücke und viel Freunde gewonnen, wertvolle Erfahrungen gemacht und neue Ideen mitgebracht.

Werde ich nach Indien zurückkehren? Definitiv! Könnte ich mir vorstellen dort den Rest meines Lebens zu verbringen? Nein. Das verlangt ja aber auch keiner. Ein wichtiger Punkt für Diejenigen, die vielleicht Angst haben nach Indien zu gehen: Indien ist ein sehr sicheres und friedliches Land. Wir haben uns nicht ein einziges Mal bedroht gefühlt. Um einen Freund zu zitieren:“In Berlin oder Hannover ist die (gefühlte) Wahrscheinlichkeit definitiv höher, einem Gewaltverbrechen zum Opfer zu fallen. Als europäische Frau kann es anstrengend sein, denn die Inder interessieren sich wahnsinnig für Euch und Ihr solltet ein paar Regeln befolgen, um nicht unnötig Anmachen zu provozieren. Man wird definitiv versuchen Euch zu beklauen und Euch zu betrügen. Aber ganz ehrlich… Wer sich beklauen lässt – ist selber Schuld. Wer sich abzocken lässt – ist selber Schuld. Das ist in der Regel aber auch das Schlimmste, was Euch passieren kann.“

Hin und wieder wird man von Diarrhö geplagt und die Gefahr auf Malaria und anderen Krankheiten besteht. Aber solche Risiken gehören zum Reisen dazu und eine gute Auslandsversicherung ist selbstverständlich.

Ich kann eigentlich jedem der anderen Kulturen gegenüber aufgeschlossen ist und auch mal mit niedrigeren Standards zurecht kommt, Indien als Reiseziel empfehlen. Es ist nicht immer einfach, aber das dürfte bei einem solchen Land klar sein. Was man für ein paar Entbehrungen bekommt sind Freunde fürs Leben – sowohl indische als internationale – und natürlich ganz einfach jede Menge Erfahrungen und Erinnerungen, von denen man sein Leben lang zehren wird und die einen als Mensch wachsen lassen.

Zum Schluss noch eine Diashow mit all den Eindrücken:

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