Endlosersommer

paradiesischer Burnout

7:00 Uhr, ich sitz im Cassa Coco Verde, der Pousada von Angela, einer Freundin und nutz das WLan. Fernanda, die hübsche Haushälterin macht gerade Frühstück für die Gäste. Kaffe hat sie für mich schon als erstes gemacht. Viel Zeit habe ich nicht, um 8:00 Uhr fängt mein Portugiesisch Unterricht an und um 9:00 gebe ich Schnupperstunde im Kitesurfen.

Aus Jeri 2012

Hier in Jericoacoara bei der größten Surfstation, dem Club Ventos (übersetzt „Club des Windes“), arbeite ich als Chefinstrukteur und leite vor allem die Sparte Kitesurfen. Wegen meiner korrekten Arbeitsweise hat mich der Manager direkt in höchste Stellung erkoren. Dass mich die anderen Mitarbeiter sehr mögen, wahrscheinlich wegen den witzigen unglücklichen Versuchen Portugiesisch mit ihnen zu reden, spielt dabei garantiert auch eine entschiedene Rolle.

Jungs und Mädchen die hier nicht so ganz ins Team passen, werden nicht wirklich bevorzugt behandelt. Was dummerweise dazu führt, dass die Anzahl der Wind- und Kitelehrer unzureichend ist. Für mich bedeutet dies, viele Unterrichtseinheiten zu meinem anderen Aufgaben.

Aus Jeri 2012

16:00 Uhr gebe ich eine Windsurfclinic. Thema: riding straps + hooked in. Das sind 20 minütige, kostenlose Schulungen für alle Gäste der Station. Der Club bemüht sich auf hohem Niveau den Aufenthalt der Touristen, die hier vorwiegend Material leihen und lagern, so vielfältig und unterhaltsam wie möglich zu gestalten. Weshalb ich um 18:00 Uhr eine Fotoshow auf großer Leinwand laufen lasse von Fotos die ich heute und in den letzten Tagen geschossen hab.

Aufgrund meiner Fähigkeiten im Marketing hat mich unser Manager auch in die Marketingabteilung eingebunden, wo ich Kurzvideos, Fotos, online Artikel, Videoclinics, Movie-nights, usw. erstelle und organisiere.

Mein Arbeitstag ist meistens erst nach 18:00 Uhr beendet.
Dann geht aber in Jeri erst das Leben so richtig los. Die Strassen erwachen regelrecht zu einem pulsierenden Rummel/Kirmes/Jahrmarkt und man kann neben Schmuck aus Papagei-federn, Strassenbäckern die auch Spacecookies verkaufen, Feuer-Artisten, all möglichen exotischen Leckereien und vor allem viel Live Musik an den unzähligen Kneipen und Cafés finden. Natürlich ist das Tanzen hier Kultur und man würde nicht Brasilien erleben, wenn man nicht auf die berühmten Parties geht.
All das lässt meine Zeit Berichte zu schreiben oder auch die Zeit zum Schlafen schrumpfen.

Nehmt es mir nicht übel, aber eine schönere Weise einen Burnout zu bekommen gibt es wohl nicht 🙂

Letzte Woche war ich zu Besuch an unserer zweiten Station in Icarai zum Fotoshooting und Teambesprechung. Dazu habe ich euch eine kleine Diashow kreiert: NUR für Euch 😉

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