Endlosersommer

Break Down – Slow Down – Show Down

Immer weiter in den Westen geht es, die Strassen werden schlechter, die Gegend trockener und der Wind stärker. Ziel: Barra Grande.

Als wir starten schaffen wir ca 1,5km und es passiert was passieren musste: Autopanne, leider der große Pickup Truck. Die Kupplung lies sich nicht mehr bedienen und so lagen wir mit dem ganzen Gepäck brach. Schnell fahre ich mit dem kleinen Fiat zurück und organisier kurzer Hand einen großen Radlader der uns zurück schleppt…

Immer gut einen Caterpillar zu haben

Die langweiligen Details lass ich hier mal aus. Ende vom Lied, wir bleiben einen Tag länger in Jeri und bekamen als Ersatzauto einen Fiat Doblo, eine Art Hundefänger.

Weihnachtsstimmung

Zusammen mit Niko und Sarina (also nun zusammen 8 Leute) sind wir am folgenden Tag endlich los über Pflasterstrassen und Holperstrecke zu unserem Gastgeber Mathias in Gajuero da Praja, einem Nachbarort von Barra Grande.

Mat verwaltet eine Bachbar mit Bungalows direkt am Strand, wo er in einen Cashew Baum ein Baumhaus gezimmert hat.

Cabana Bar @ day

Cabana Bar @ night

Von hier kiten wir Downwind nach Barra Grande wo wir rasten und uns mit Kokosnüssen besaufen.

Zum Nachmittag sind wir aber wieder zurück und feiern noch eine klasse Session in den Sonnenuntergang.

Kiten zwischen Fischerbooten

Mat hat französische Wurzeln und zaubert uns Langosto Al Forno mit einem unwiderstehlichen Musse de Limon als Nachtisch – cuisine terminé. Und weil Vollmond ist wird nach Standard Romantik ein Feuerchen am Strand entzündet.

Vollmondstrandfeuer

Für den letzten Tag, entschließen wir den selben Downwinder zu surfen, jedoch bis nach Macapa.

Diesen Ort kennen wir noch gar nicht, haben aber schon viel in den Kite-Magazinen gelesen.

Und wahrhaft, lässt man die lange Anreise von Fortaleza und die noch magere Infrastruktur außen vor, können wir diesen Spot als unseren absoluten Favoriten feiern.

Macapa

Die vielen Sandbänke machen selbst bei Hochwasser den Spot zu einem astreinen Flachwasser Paradies mit sauberen Wellen etwas im Rücken.

Enjoying Life in Macapa

Sundowner

Nach entspannten letzten Sonnenuntergang, machen wir uns am Abreisetag auf zu einem Sprint zurück zum Flughafen.

Aus geplanten 7 Stunden Fahrt werden schnell 9.

Denn zuerst bringen wir Frank nach Barra Grande. Denn er bleibt noch ein paar Wochen im Land des ewigen Windes und dann setzen wir Niko und Sarina in Jijoca ab wo noch mit viel Mühe die katastrophalen zustände des Geldwesens „ausgekostet“ werden. Dadurch geraten wir etwas in Verzug und in Fortaleza direkt in den Berufsverkehr. „OK Dann dann können wir halt nicht mehr gemütlich in ein Cafe setzen und über die tollen Tage reden“, denken wir. Blöd nur, dass dann das Navi spinnt und uns in eine falsche Richtung schickt. Als ich dies bemerke, war es schon zu spät und wir haben uns komplett im Zentrum Fortaleza mit all den tollen Einbahnstrassen und Ampeln und Allgemeinchaos verfranzt. Und es wird immer knapper und mit jedem Meter den wir näher kommen dichter. Letztendlich schafften wir es zum LastCall beim CheckIn zu sein…

Nachts in Fortaleza

Nachts in Fortaleza

Naja nüchtern betrachtet brauchten wir so keine Schlange stehen und sind direkt überall durchGERANNT. 😀

Noch rechtzeitig beim Gate, gönne ich uns eine kleine Flasche Muskat zum Nerven betäuben.

Time to say Goodby und Zeit für den nächsten Abschnitt im EndlosenSommer:

Die Sonnen nahen Schneebedeckten Gipfel der Alpen! 😛

1 Kommentar

  1. Dirk und Lilo

    ich weiß es ist bescheuert, aber gerade diese doofen Pannen, dieser Druck, machen das Abenteuer aus. Genau das, vor allem weil man es dennoch gemeistert hat, natürlich mit vielleicht einer genervten Stimmung und einigen grauen Haaren, (irgendwo muß man DIESE ja auch im Alter herbekommen haben, DIE ohne hatten nie ein Abenteuer im Leben) Bleibt für alle Ewigkeit im Hirn hängen, „weißt Du noch damals in Jeri…..?
    Ich habe die Worte von Ines im Ohr, „wird schon alles gut…“
    Aber egal, es ist schön, daß Ihr alle wieder in der Heimat gelandet seid, das Leben geht weiter.
    Also, auf in die nächste Etappe in den „endlosensommer“ oder viel mehr, in den „dreimonatigenwinter“????
    Laßt es krachen, das Leben ist schön.
    Gruß Lilo und Dirk

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.