Endlosersommer

Galizien

Endlich angekommen in der Sonne! 15°C aber trocken und Tagsüber tragen wir T-Shirts und kurze Hosen. Galicien hat es uns sofort angetan. Am ersten Morgen nach unserer „Flucht“ wachten wir in einer süßen kleinen friedlichen Bucht auf und auf dem Weg nach A Coruna, fuhren wir auf einer endlosen traumhaften Küstenstraße durch grüne Wälder, entlang schroffen Felsen und rechts immer die tosende See. Der Wind nahm zu, für eine Woche wurden zwischen 20-30 Knoten vorhergesagt.

In A Coruna machten wir erstmal Stopp und erkundeten die Stadt. Nach einer Odysee der Parkplatzsuche, welche mit dem perfekten kostenlosem Fund endete, wollten wir uns erstmal eine Cerveca gönnen. Wir sahen die anderen Gäste Tappas naschen und Ines, welche fundierte Spanisch-Kultur-Kenntnisse besitzt, erklärte mir den Brauch. In der Küche stand ein älteres Mütterchen dass unser Interesse an den Happen wahrnahm und darauf uns welche anbot. Ein Stückchen Tintenfisch-Kartoffel-Tortilla wurde gereicht. Ich fragte nach, was „Chipiron“ hieß bevor ich kostete und darauf erzählte man uns die Geschichte der besten Tintenfisch-Tapas (Der Pub hieß übrigens El Chipiron) und danach bereitete sie uns ihr lieblings Tapas zu: fritierte Tintenfisch-Hüllen.

Begeistert vom Kult und Preis, beschlossen wir weitere solcher Lokale zu besuchen und damit unser Abendbrot zu bestreiten. Wir schlenderten durch die engen belebten Gassen und über große beleuchtet Plätze. Es folgte ein Fleischer mit Schinken und Wein, dann eine Schokofabrik mit Churros (frittierte Teigstangen) und Kakao dazwischen ein Bäcker mit Muffins und Plätzchen und zum Schluss einen Gin-Tonic in einer kultigen Gin-Tonic-Bar (ja richtig gehört! KEINE Cocktail-Bar!)
Die Nacht verbrachten wir auf der anderen Seite der Bucht mit Blick auf Mondaufgang über Altstadt und Sonnenaufgang am Morgen. A Coruna – sehr zu empfehlen!

Den nächsten Tag suchten und fanden wir einen Strand hinter dem es eine Lagune gab und blieben 2 Tage, wo ich in den Wellen und Ines auf der Lagune Kite-surften. Weiter westlich fanden wir in der Nacht eine so traumhafte Bucht, die auch im Spotguide als super Surfrevier beschrieben wird, dass wir entschlossen auch hier eine Weile zu bleiben. Jedoch stellte sich heraus, dass der Wind einfach nur grausam böig war. Als wir jedoch zu neuen unbekannten Paradiesen aufbrechen wollten, streikte unser Bully, denn wir hatten den Tag wohl zu lang das Radio an. An sich kein großes Problem, da ich ein Überbrückungskabel dabei habe, aber unser Auto stand etwas „geschützt“ in einem eher schwer zu erreichendem Seitenweg. Wir brachen auf, um Hilfe zu suchen, aber alles was man uns anbot war die Wegbeschreibung zu einer Werkstadt.
Manchmal wenn man es nicht erwartet kommt in den Schlimmsten Zeiten ein Engel vorbei, unser Engel hieß Ilse und kam aus Eckwarden in Friesland. Ilse hat genau wir wir die Schnautze voll vom nassen Winter in Deutschland und verbringt mit ihrem Hund die Wintermonate hier im sonnigen Galicien. Dank ihrer Hilfe und des modernen Mondeos schafften wir es zurück auf die Strasse und setzten unsere Traumreise fort. An diesem Tag blies der Wind mit bis zu 40Knoten.

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